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BeitragVerfasst: So 27. Jan 2013, 15:29 
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Hallo,

da mir letztes Jahr als "Sprengmeister" (Spieler der Pyrotechnisches Material auf dem Spielfeld zündne darf) die Haare zu Berge standen möchte ich hier Grundlagen der (Spielrelevanten) Pyrotechnik sammeln.

Ziel ist ein für alle sicheres Spiel mit ein paar netten Knalleffekten zu erreichen. Genau in der Reihenfolge.

Deswegen werde ich hier in den folgenden Wochen bis Bayern die Themen Sicherheit, Elektrotechnik und sichere Herstellung von Effektmaterial behandeln, um einen allgemeinen Überblick über die Möglichkeiten von pyrotechnischem Material, aber auch dessen Gefahren zu zeigen.

MfG
Ave

Die im Artikel verlinkten Seiten sind von Fremdanbietern, ich kann daher keine Garantie für den Inhalt übernehmen.
Die Links dienen der Veranschaulichung und sind der Einheitlichkeit halber vom selben Anbieter, von dem ich leider keine Provision dafür erhalte.

Ps: Copyright Ave End, Nutzung nach CC mit Namensnennung

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 Betreff des Beitrags: 1. Sicherheit
BeitragVerfasst: So 27. Jan 2013, 15:30 
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Wohnort: Ludwigshafen
1. Persönliche Schutzausrüstung

Ich werde bei allen Anleitungen noch einmal explizit auf besondere Sicherheitsmaßnahmen hinweisen.

Schutzbrillen

Standardmäßig sollten bei Arbeiten mit Lötkolben, Schwarzpulver/ Böllern, Metallarbeiten eine Schutzbrille getragen werden.
Wir haben nur zwei Augen. Jede Verletzung an diesen ist schwer heilbar und mit hoher Wahrscheinlichkeit mit lebenslangen Folgen (Eintrübung der Sehfähigkeit, Erblindung) verbunden.
z.B. Link Schutzbrille

Auch wenn es nervig ist, gerade als Brillenträger. Tut mir und euch den gefallen und tragt bei allen Arbeiten mit Pyro eine Schutzbrille.

Für Brillenträger gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Überbrillen/ Korbbrillen/ Gesichtsschutzschilde:
Diese werden normal über der Brille getragen
z.B. Link Überbrille
oder Link Gesichtsschild

2. angepasste Schutzbrillen (für etwa 40€ z.b. bei Fielmann)
Diese werden oft auch als Sportbrillen angeboten. Sehen aus wie Schwimmbrillen, nicht hübsch aber sinnvoll.
Für angepasste Laborschutzbrillen habe ich leider keine Preise parat. Fragt im Zweifelsfalle euren örtlichen Optiker.
z.B. [url]Link[/url]

Handschuhe:

Bei manchen Arbeiten (mit explosivem und heißen Materialien) bieten sich Handschuhe an:

für mechanische Arbeiten gibt es günstige Arbeitshandschuhe, die direkten Kontakt mit Werkstücken und Kontamination mit GIftstoffen verhindern.
z.B. Link Arbeitshandschuhe

Für Arbeiten mit Schwarzpulver, Nitrozellulose etc bieten sich mit Einschränkungen schwere Rindslederhandschuhe an.
Ein Test mit solchen Arbeitshandschuhen ist in Planung.
z.B. Link Spaltlederhandschuhe

Ihr habt zwar 20 Finger, aber ihr werdet jeden Einzelnen vermissen.
Achtet darauf dass ihr Handschuhe anhabt, wenn es darauf ankommt.

Arbeitskleideung:

Es bietet sich an, um eine Kontamination von Alltagskleidung und Wohnraum zu verhindern, sich einen Labormantel oder eine Arbeitsjacke zuzulegen.
z.B. Link Laborkittel
oder Link Arbeitsjacke

Diese sind optional, verhindern aber unschöne Löcher im Lieblingspulli und vermeiden Dreck (z.B. in der Waschmaschine).

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 Betreff des Beitrags: 2. Elektrotechnik
BeitragVerfasst: So 27. Jan 2013, 15:30 
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Registriert: Fr 7. Mai 2010, 20:48
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Wohnort: Ludwigshafen
1. Werkzeug:

Theoretisch reichen die Werkzeuge vom 1€-Krabbeltisch aus dem Baumarkt. Aber so wie eine 30 € Umarex mit der Zeit Nachteile gegenüber einer 300 € TM hat, ist es bei dem 1 € Werkzeug: es geht schnell kaputt und lässt uns dann im Stick wenn wir es brauchen.

Deswegen bietet es sich an einmal Geld zu investieren, und sich dann immer an dem Werkzeug erfreuen zu können.

Zuerst muss man sich entscheiden:
Will ich feste Verbindungen, bei denen der Anwender keine Entscheidungsmöglichkeiten hat und alle Verbindungen fest sind.

Oder setze ich auf Steckverbindungen mit Aderendhülsen. Hier ist der Nachteil, dass man alle Kabelverbindungen festklemmen muss und sich unter Umständen Verbindungen lösen können. Großer Vorteil ist aber, dass man die EInzelteile auch im Feld wieder verbinden kann und ausser einem Multitool und Kleinteilen nichts braucht.

Löten:
Gebraucht wird hierzu: ein geeigneter Lötkolben, Lötzinn, eine Pinzette, eine Entlötpumpe, Schrumpfschlauch

Crimpen:
Crimpzange, Hülsen, Klemmverbinder

Egal welche Methode bevorzugt wird werden diverse Kleinteile gebraucht:
Seitenschneider, ein scharfes Messer zum Entmanteln, Lüsterklemmen, Leiter (= Kabel), Schalter, evtl. Veroboard, LEDs

Es bietet sich an sich eine Multizange zu erweben.
Knipex bietet für einen günstigen Preis ein Multitalent an: Knipex 9722240. Seitenschneider, Crimpzange, Entmantler in einem.


2. Elektrotechnik

2.1. Zündmechanismus:

Die meiste Pyrotechnik wird mithilfe eines Brückenzünders ausgelöst.
Dies ist die verbreiteste Methode, danach folgt das manuelle Zünden mithilfe einer Zündschnur.

Brückenzünder bestehen aus einem Widerstand, der durch elektrischen Strom so stark erhitzt wird, dass er das eigentliche Pyrotechnische Material zündet.

Es gibt im Internet diverse Anleitungen, die das Nachbauen eines Brückenzünders beschreiben, sie können aber auch für ~1 €/ Stück gekauft werden.

2.2 Die Zündeinheit:

Die Zündeinheit besteht meist aus einer Stromquelle, einem Schalter und u.U. aus einer Sicherung, die ungewünschtes Zünden verhindert.

In Softairspielen wird oft noch ein zusätzliches Verhinderungselement (Zahlencode, etc.) eingesetzt, das aufgrund von Fehleranfälligkeit separat zu der eigentlichen Zündung de Stromkreis unterbrechen sollte.

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 Betreff des Beitrags: 3. Herstellung von Effektmaterial
BeitragVerfasst: So 27. Jan 2013, 15:32 
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Beiträge: 732
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Da das Herstellen von Pyrotechnischem Material in Deutschland streng reglementiert ist, dient die hier (bald erscheinende) Übersicht nur zu informativen Zwecken.

Der Autor bittet darum, diesen Artikel nur zum Studium zu verwenden. Do not try this at home (or somewhere else in Germany).

Unsachgemäßes Abbrennen von Feuerwerk kann vom örtlichen Trachtenverein leicht als "Oxidationsdelikt" ausgelegt werden ;-)

Beim Erstellen von Pyrotechnischem Material, ist noch stärker als im Airsoft darauf zu achten, dass nur legales Material erworben und verarbeitet wird. Google bringt viele wenig erfreuliche Lebensweisheiten zum Thema "Sprengstoff Hausdurchsuchung".

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